GEGENARGUMENT - Start

„Rechte Aussagen machen mich oft sprachlos.“ „Macht es Sinn, jetzt zu diskutieren – oder habe ich noch andere Handlungsoptionen?“ „Dann gingen mir die Argumente aus...“ „Darf ich im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit ‚politisch’ argumentieren – oder muss ich es sogar?“

Wir alle sind mit neuen Herausforderungen im Umgang mit rechten Positionen konfrontiert - und manchmal verunsichert. Gegenargument soll dabei unterstützen, die eigene inhaltliche Position zu stärken sowie mehr Souveränität in der konkreten Situation zu vermitteln.

Gegenargument ist ein Seminarkonzept zum Umgang mit (extrem) rechten und rassistischen Positionen. Es verbindet die situative Ebene (Auftreten und Redeverhalten in konkreten Situationen) mit der Ebene der inhaltlichen Auseinandersetzung. Durch eine Vielfalt von interaktiven, wissensvermittelnden und reflektierenden Methoden werden Teilnehmende in ihrer unmittelbaren Argumentationssicherheit und politischen Meinungsbildung unterstützt.

Im Rahmen eines dreistündigen bis mehrtägigen Seminars lernen Teilnehmende typische (extrem) rechte und rassistische Argumentationsstrategien und –techniken kennen, setzen sich mit möglichen Gegenargumenten auseinander, schärfen ihre individuelle Position und erweitern durch  Praxistransfer ihre Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen. Die Bestandteile des Trainings können an spezifische (sozial-)pädagogische, parteipolitische, gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Kontexte angepasst werden.

Gegenargument bietet inhaltliche Vertiefungen zu den Themen Flucht und Asyl, antimuslimischer Rassismus, Antifeminismus sowie Wohlstandschauvinismus (anhand der Parole „Ausländer nehmen Deutschen die Arbeitsplätze weg“). In jedem Themenfeld werden inhaltliche Positionen verschiedener gesellschaftlicher Akteure – der (extremen) Rechten bzw. rechtspopulistischer Akteure, von Gewerkschaften, der Zivilgesellschaft und staatlichen Akteuren – vorgestellt. Darauf aufbauend erarbeiten Teilnehmende ihre Position, Sachargumente und testen deren „Reichweite“ in der Auseinandersetzung mit rechten Positionen.

Die Trainer*innen Frauke Büttner, Wiebke Eltze, Timm Köhler, Juliane Lang und Samuel Signer verfügen über mehrjährige Erfahrung in der politischen Bildungsarbeit sowie in der kommunalen und mobilen Beratungsarbeit gegen Rechtsextremismus.